Strafverteidiger in Wiesbaden

RECHTSANWALT FÜR REVISIONSVERFAHREN IN WIESBADEN

Das Revisionsrecht wird gelegentlich als „Königsdisziplin der Strafverteidigung“ bezeichnet.

Für einen verurteilten Mandanten ist die Revision die letzte Möglichkeit, ein Urteil anzufechten und doch noch zu einem Urteil in seinem Sinne zu kommen.

Dabei ist das Revisionsverfahren – im Gegensatz zur Berufung – keine neue Tatsacheninstanz. Dies bedeutet, dass es nicht zu einer neuen Beweisaufnahme vor Gericht kommt.

Es geht allein um die Frage, ob das Gericht einen rechtlichen Fehler gemacht hat, der sich auf das Urteil ausgewirkt hat.

Im Normalfall handelt es sich daher um ein rein schriftliches Verfahren, das von strengen Formvorschriften geprägt ist. Es gilt, dem Revisionsgericht im Rahmen einer schriftlichen Revisionsbegründung darzulegen, welchen Fehler das Gericht im Rahmen der Verhandlung oder bei der Urteilsfindung gemacht hat und warum sich dieser Fehler auch auf das Urteil ausgewirkt hat.

Fehler des Gerichts können in der Verletzung des Verfahrensrechts (also des Weges, auf dem das Gericht den Sachverhalt feststellt) oder des materiellen/sachlichen Rechts (also der Rechtsanwendung auf den festgestellten Sachverhalt) liegen. Abgesehen von den sogenannten absoluten Revisionsgründen des § 338 StPO führt aber auch das Vorliegen eines Rechtsfehlers nur dann zur Aufhebung eines Urteils, wenn das Urteil auch auf diesem Fehler beruht (§ 337 I StPO).

Da es um reine Rechtsfragen geht ist für die Entscheidung über eine Revision entweder der Bundesgerichtshof oder das Oberlandesgericht zuständig, je nachdem ob das Urteil in erster Instanz von einem Landgericht bzw. Oberlandesgericht oder Amtsgericht gefällt wurde.

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