Strafverteidiger in Wiesbaden

VERHALTEN BEI DURCHSUCHUNGEN

  1. Bleiben Sie ruhig und höflich zu den Beamten!
    Behindern Sie diese auf keinen Fall und tun Sie nichts, was den Verdacht erwecken könnte, Sie wollen etwas vertuschen. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer vorläufigen Festnahme sowie später zu einem Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr führen!

  1. Fragen Sie die Beamten nach dem Grund ihres Erscheinens und ob Sie Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren sind.
    Falls ja: machen Sie keinerlei Angaben zur Sache!! Als Beschuldigter haben Sie das Recht zu schweigen. Hiervon sollten Sie unbedingt Gebrauch machen!! Im Übrigen müssen Sie hierüber auch durch die Beamten belehrt werden.

  1. Sagen Sie dem Durchsuchungsleiter, dass Sie einen Rechtsanwalt und einen Durchsuchungszeugen anrufen möchten. Bitten Sie die Beamten, mit der Durchsuchung zu warten, bis ich oder wenigstens ein unabhängiger Durchsuchungszeuge anwesend ist. Einen Anspruch hierauf haben Sie allerdings nicht.

  1. Rufen Sie mich an!

  1. Rufen Sie einen völlig unbeteiligten Dritten (Freund, Bekannter) an und bitten Sie ihn, als Zeuge bei der Durchsuchung dabei zu sein und Notizen zu machen..

  1. Für den Fall, dass Sie Mitarbeiter haben, schicken Sie diese nach Hause! Nur so können Sie sicherstellen, dass niemand unbedachte Äußerungen macht.

  1. Lassen Sie sich von dem Durchsuchungsleiter den Dienstausweis zeigen und notieren Sie Name und Dienststelle.

  1. Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen und senden Sie ihn mir zu (notfalls als Foto auf mein Mobiltelefon 0172-6192900), per mail oder Fax)!
    Falls es keinen richterlichen Durchsuchungsbeschluss gibt, lassen Sie sich erklären, warum kein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt werden konnte.

  1. Fragen Sie nach, was konkret gesucht wird und prüfen Sie, ob dies mit dem Durchsuchungsbeschluss übereinstimmt. In Absprache mit mir können Sie die Beamten im Einzelfall zu den gesuchten Gegenständen/ Unterlagen führen. Bei Unterlagen, die ohnehin gefunden werden können Sie so die Dauer der Durchsuchung verkürzen.

  1. Achten Sie darauf, dass ein Sicherstellungs- oder Beschlagnahmeprotokoll erstellt wird, in dem alles möglichst detailliert bezeichnet ist. Verlangen Sie eine Versiegelung der beschlagnahmten Sachen. Schreiben Sie auf das Sicherstellungsverzeichnis: „Die beschlagnahmten Sachen sind zu versiegeln!“. Erklären Sie, dass die Sachen/Unterlagen nicht freiwillig herausgegeben werden und verlangen Sie eine förmliche Beschlagnahme!
    Soweit Sie Unterlagen für Ihre Arbeit benötigen, bitten Sie darum, Kopien für Ihre weitere Arbeit erstellen zu dürfen.

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