Strafverteidiger in Wiesbaden

WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT / UNTERNEHMENSSTRAFRECHT

Unter Wirtschaftsstrafrecht werden im Allgemeinen Delikte verstanden, die Kernbereiche des Wirtschaftslebens schützen sollen. Es geht um Straftaten in, durch oder gegen Unternehmen.

Der Begriff Unternehmensstrafrecht ist demgegenüber irreführend, da sich ein Unternehmen selbst in Deutschland nach derzeitiger Gesetzeslage nicht strafbar machen kann.

Strafrechtliche Vorwürfe richten sich daher immer gegen die Personen, die für das Unternehmen handeln, im Regelfall also Geschäftsführer (§ 43 GmbHG) – ggf. auch als sogenannter faktischer Geschäftsführer – bzw. Vorstände (§§ 93, 91 AktG). Nur diese sind der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen darüber hinaus auch besondere Folgen wie beispielsweise die Versagung der Tätigkeit als Geschäftsführer (§ 6 GmbHG). Schließlich werden diese Personen bei entsprechenden Pflichtverletzungen zunehmend auch steuer- oder zivilrechtlich persönlich in Haftung genommen.

Das Unternehmen selbst trifft im Wesentlichen neben dem Risiko der Verhängung von Bußgelder (§ 30 OwiG) und der Gewinnabschöpfung (§ 19 Abs. 4 OWiG) sowie der Anordnung des Verfalls bzw. Einziehung (§§ 73 ff. StGB, 29a OWiG) die Gefahr von Nachteilen durch negative öffentliche Berichterstattung bzw.  Eintragungen in Gewerbe- oder Korruptionsregistern.

In der Praxis geht es in der Regel um Delikte wie

  • Steuerhinterziehung
  • Insolvenzverschleppung
  • Bankrott
  • Verletzung der Buchführungspflicht
  • Betrug
  • Untreue
  • Unterschlagung
  • Geldwäsche
  • Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
  • illegale Arbeitnehmerüberlassung
  • Schwarzarbeit
  • Korruption
  • Urheberrechtsverletzung
  • Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen

Nicht selten entstehen bereits zu Beginn des Ermittlungsverfahrens durch Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen schwerwiegende Nachteile für ein Unternehmen und seine Verantwortlichen.

Insgesamt geht es darum, mit meinen Mandanten bereits in einem möglichst frühen Stadium der Ermittlungen eine tragfähige Verteidigungsstrategie zu erarbeiten, die die Folgen des Ermittlungsverfahrens auf das Unvermeidliche beschränkt.

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